Bewässerung für Anbauanlagen: Wasser aufbereitet, Dünger genau dosiert.
Die Bewässerung ist der Teil der Anlage, der am häufigsten aus Einzelteilen zusammenwächst: ein Tank hier, eine Pumpe da, Schläuche nach Gefühl. Das funktioniert, bis es das erste Mal nicht funktioniert — nachts, unbemerkt, mit Wasser auf dem Hallenboden. Wir planen sie stattdessen als ein durchgehendes System, vom Hausanschluss bis zum Tropfer an der einzelnen Pflanze.
Eine geplante Anbaubewässerung besteht aus fünf Bausteinen: der Wasseraufbereitung, die das Wasser auf die Kultur einstellt, der automatischen Tankbefüllung mit mehrfacher Absicherung, der Düngerdosierung, die EC- und pH-Wert im Zielbereich hält, einer druckgeregelten Pumpe, die nur so viel leistet wie gerade gebraucht wird, und der Tropfbewässerung, die auf Tischaufteilung und Substrat ausgelegt wird. Entscheidend ist, dass die fünf aufeinander abgestimmt sind — nicht, dass jedes einzelne gut ist.
Eine Einheit statt vieler Teile.
Tank, Düngerbehälter und die komplette Technik sitzen auf einem Rahmen — alles von vorn zugänglich, für Einstellung und Wartung.
- IBC-Tank mit separatem Düngerbehälter
- Feinfilter und Pumpe oben auf dem Technikrahmen
- Ventilblock und motorisierter Kugelhahn für die abgesicherte Befüllung
- Schaltkasten direkt an der Anlage
Gutes Wasser ist die Grundlage — wir bereiten es auf Ihre Kultur hin auf.
Leitungswasser, Brunnenwasser oder Regenwasser bringen in jeder Anlage etwas anderes mit: Härte, Schwebstoffe, Keime, gelöste Salze. Was davon stört, hängt von der Kultur und von der Bewässerungstechnik ab. Wir planen und setzen individuelle Aufbereitungsanlagen um — ausgehend von einer Wasseranalyse, nicht von einer Standardbox — und halten sie auf Wunsch instand.
Filteranlagen
Mehrstufige Filtration nimmt Schwebstoffe, Sand und Rost aus dem Wasser und, je nach Stufe, Chlor und organische Stoffe. Sie schützt Pumpen, Ventile und Tropfer und ist oft die Vorstufe zu Enthärtung oder Umkehrosmose.
Umkehrosmoseanlagen
Eine Membran hält den Großteil der gelösten Salze zurück. Das Ergebnis ist weiches Wasser mit niedrigem und gleichbleibendem EC — eine verlässliche Basis, damit Dünger und pH genau eingestellt werden können. Dabei fällt Konzentrat an, das bei der Planung mitgedacht wird.
Enthärtungsanlagen
Ein Ionenaustauscher ersetzt Calcium und Magnesium durch Natrium. Das verhindert Kalkablagerungen in Leitungen, Ventilen und Tropfern. Für die Kultur selbst ist weiches Wasser nicht immer die beste Wahl — ob Enthärtung, Osmose oder beides sinnvoll ist, entscheidet die Wasseranalyse.
Aus der Wasseranalyse
Wir legen Filterstufen und Aufbereitung nach Wasserqualität, Tagesbedarf und Zielwerten aus. Je nach Fall kommen Filteranlagen, Enthärtung, Umkehrosmose oder Entkeimung in Frage — und manchmal reicht weniger.
Individuelle Anlage
Die Anlage wird auf Raum, Tankgröße und Bewässerung abgestimmt und an die Befüllung angebunden. Wir koordinieren Beschaffung und Aufbau; die Installation vor Ort übernehmen ausführende Betriebe.
Filter & Anlage instand halten
Filter verbrauchen sich, Membranen altern, Werte driften. Wir bieten die regelmäßige Wartung der Aufbereitung an, damit das Wasser am Tropfer so ankommt, wie geplant.
Was passiert, wenn nachts der Strom ausfällt? Vier Ebenen, die unabhängig voneinander greifen.
Die Befüllung läuft selbstständig. Sie ist auf mehreren voneinander unabhängigen Ebenen abgesichert — fällt eine aus, greifen die anderen weiter. Das ist der Unterschied zwischen einer Automatik und einer Automatik, der man den Raum über Nacht anvertrauen kann.
Ultraschallsensor
Erfasst den Füllstand kontinuierlich und präzise. Der Wert lässt sich über die Steuerung aus der Ferne überwachen — man sieht den Tank, ohne davorzustehen.
Grenzfüllstandsensoren
Zusätzliche Sensoren melden definierte Zustände wie voll oder leer — unabhängig von der kontinuierlichen Messung. Ein Messfehler bleibt damit ein Messfehler und wird kein Überlauf.
Sensor in der Auffangwanne
Erkennt austretendes Wasser und stoppt bei Bedarf den Füllvorgang. Der Schaden bleibt in der Wanne, statt sich über den Hallenboden zu verteilen.
Kugelhahn und Schwimmerventil
Der motorisierte Kugelhahn schließt bei Stromausfall in rund 20 Sekunden. Ein mechanisches Schwimmerventil begrenzt zusätzlich — rein mechanisch, also auch dann, wenn keine Steuerung mehr arbeitet.
Filtration, Pumpe, Absicherung und Steuerung sitzen kompakt auf einem Rahmen und bleiben für die Wartung zugänglich. Wer schon einmal einen Filter hinter einem Tank gewechselt hat, weiß, warum das kein Detail ist.
Wie wird der Dünger dosiert? Zur Wassermenge, nicht nach Kalender.
Bewässerung endet nicht beim Wasser. Die Düngerkomponenten werden bedarfsgerecht zur aufgefüllten Wassermenge zugegeben — EC- und pH-Wert bleiben damit im gewünschten Bereich, statt nach jedem Nachfüllen neu zu wandern. Dafür setzen wir Industriekomponenten ein: Dosierpumpen verschiedener Hersteller, ausgewählt nach dem, was die Anlage braucht.
Dosierpumpe am Tank
Die einfache Lösung für kleinere Anlagen: eine Dosierpumpe je Tank. Wenig Technik, wenig, was ausfallen kann.
Zentrale Mischanlage
Mehr Automatisierung mit Anzeige und Fernwartung, als Mischanlage für mehrere Tanks. Man sieht, was dosiert wurde — und kann eingreifen, ohne vor Ort zu sein.
Hersteller nach Bedarf
Wir sind an keinen Hersteller gebunden. Dosierleistung, Genauigkeit und Wartbarkeit entscheiden, welche Pumpe in eure Anlage kommt — nicht ein Katalog.
Warum eine druckgeregelte Pumpe? So viel Leistung wie nötig, nicht wie möglich.
Öffnet in einer Bewässerungszone ein Ventil, verändert sich der Druck im Leitungssystem. Eine drehzahlgeregelte Pumpe passt ihre Drehzahl automatisch dem aktuellen Druckbedarf an, statt immer volle Leistung gegen ein Ventil zu fahren.
Konstanter Druck
Die Pumpe regelt selbstständig nach — der Systemdruck bleibt stabil, unabhängig davon, wie viele Zonen gerade offen sind. Jeder Tropfer gibt damit ab, was er soll.
Bedarfsgerechte Leistung
Nur so viel Leistung, wie die Bewässerung im Moment tatsächlich benötigt. Das ist derselbe Gedanke, mit dem wir auch Lüftung und Entfeuchtung auslegen.
Schonender Betrieb
Weniger unnötiger Vollbetrieb, geringere mechanische Belastung der Komponenten — und damit weniger Verschleiß an der Stelle, die am schwersten zu tauschen ist.
Bis zur letzten Pflanze — geplant, nicht verlegt.
Die Bewässerung wird passend zur Anlage geplant: zur Tischaufteilung, zum eingesetzten Substrat und bis zur Wasserabgabe an der einzelnen Pflanze. Ein Substratblock nimmt anders auf als ein Topf, und ein Tisch am Ende der Leitung bekommt anders Wasser als der erste — wenn man es nicht vorher rechnet.
Tropfer und Ringtropfer
Tropfer, Stecktropfer oder Ringtropfer — passend zur jeweiligen Anwendung und zum Substrat. Die Bauform entscheidet, wie das Wasser im Wurzelraum ankommt.
Zonen und Leitungen
Bewässerungszonen, Verteiler, Ventile und Leitungsdimensionen werden individuell geplant. Zonen sind auch der Grund, warum sich später einzelne Bereiche getrennt fahren lassen.
Anbindung
Je nach Projekt lässt sich die Bewässerung mit geeigneten Steuerungs- und Automationslösungen kombinieren, beispielsweise Growlink oder OpenSprinkler.
Das System im Überblick.
Vom Hausanschluss über die Wasseraufbereitung, den automatischen Zulauf und den IBC-Tank mit Düngermischer bis zur druckgeregelten Pumpe, den Bewässerungszonen und dem Tisch. Sieben Stationen, die als eine Kette ausgelegt werden — jede Schwächste bestimmt, was hinten ankommt.
Industriekomponenten, ein System. Wir planen es in eure Halle.
Als Fachplaner legen wir die Bewässerung und die Wasseraufbereitung auf euren Raum aus: Wasserbedarf je Zyklus, Tankgröße, Dosierung, Zonen, Leitungsdimensionen und die Anbindung an die Steuerung. Die Komponenten wählen wir herstellerunabhängig aus, beschaffen sie in Deutschland und koordinieren den Aufbau vor Ort. Die Baustelle selbst übernehmen ausführende Betriebe, deren Arbeit wir fachlich begleiten.
Die Feuchtelast, die aus dieser Bewässerung entsteht, ist dieselbe, die die Entfeuchtung später wieder aus der Luft holen muss — deshalb rechnen wir beides zusammen und nicht nacheinander. Wie das geht, steht unter Entfeuchtung richtig dimensionieren; wie die Bewässerung im fertigen Anbauraum sitzt, unter IGC.
Was uns dazu am häufigsten gefragt wird.
01Wie funktioniert eine automatische Bewässerung im Anbauraum?
Frischwasser läuft über einen automatischen Zulauf in einen IBC-Tank. Dort werden die Düngerkomponenten passend zur nachgefüllten Wassermenge zugegeben. Eine druckgeregelte Pumpe fördert die fertige Nährlösung in die Bewässerungszonen, von dort geht sie über Verteiler und Ventile bis zum Tropfer an der einzelnen Pflanze.
02Was passiert bei einem Stromausfall oder einem Leck?
Die Tankbefüllung ist auf mehreren voneinander unabhängigen Ebenen abgesichert. Fällt eine aus, greifen die anderen weiter: Der motorisierte Kugelhahn schließt bei Stromausfall in rund 20 Sekunden, ein mechanisches Schwimmerventil begrenzt zusätzlich ohne Strom, und ein Sensor in der Auffangwanne erkennt austretendes Wasser und stoppt den Füllvorgang.
03Wie wird der Dünger dosiert?
Die Düngerkomponenten werden bedarfsgerecht zur aufgefüllten Wassermenge zugegeben, damit EC- und pH-Wert im gewünschten Bereich bleiben. Dafür setzen wir Dosierpumpen aus der Industrie ein, die wir je Anlage aus den Produkten verschiedener Hersteller auswählen — je Tank einzeln oder als zentrale Mischanlage mit Anzeige und Fernwartung.
04Warum Industriekomponenten statt eines fertigen Einheitsgeräts?
Weil Wasserbedarf, Tankzahl und Dosiergenauigkeit von Anlage zu Anlage verschieden sind. Industrielle Dosierpumpen, Armaturen und Sensoren gibt es von mehreren Herstellern in vielen Größen. Wir wählen die Komponenten, die zur Anlage passen, und legen sie als ein System aus, das sich warten und später erweitern lässt.
05Plant und baut Cultivatec auch Wasseraufbereitungsanlagen?
Ja. Wir planen und setzen individuelle Filteranlagen, Umkehrosmoseanlagen und Enthärtungsanlagen um, abgestimmt auf die Wasserqualität vor Ort und den Bedarf der Kultur, und übernehmen auf Wunsch die regelmäßige Wartung.
06Warum eine druckgeregelte Pumpe?
Öffnet in einer Zone ein Ventil, ändert sich der Druck im Leitungssystem. Eine drehzahlgeregelte Pumpe passt ihre Drehzahl automatisch an den aktuellen Bedarf an. Der Systemdruck bleibt stabil, die Pumpe läuft nicht unnötig im Vollbetrieb, und die mechanische Belastung der Komponenten sinkt.
07Lässt sich die Bewässerung mit einer Steuerung verbinden?
Ja. Je nach Projekt lässt sich die Bewässerung mit geeigneten Steuerungs- und Automationslösungen kombinieren, beispielsweise Growlink oder OpenSprinkler. Der Füllstand im Tank wird über einen Ultraschallsensor kontinuierlich erfasst und lässt sich über die Steuerung aus der Ferne überwachen.
Neue Anlage oder bestehende Bewässerung? Sagt uns eure Fläche.
Wir unterstützen bei Planung, Dimensionierung und Umsetzung — abgestimmt auf eure Anlage. Auch dann, wenn schon etwas steht und nur nicht zusammenpasst.
30 Minuten · kostenfrei · ohne Verpflichtung