Wasser und Dünger, genau dosiert.
Die Bewässerung ist der Teil der Anlage, der am häufigsten aus Einzelteilen zusammenwächst: ein Tank hier, eine Pumpe da, Schläuche nach Gefühl. Das funktioniert, bis es das erste Mal nicht funktioniert — nachts, unbemerkt, mit Wasser auf dem Hallenboden. Wir planen sie stattdessen als ein durchgehendes System, vom Hausanschluss bis zum Tropfer an der einzelnen Pflanze.
Eine geplante Anbaubewässerung besteht aus vier Bausteinen: der automatischen Tankbefüllung mit mehrfacher Absicherung, der Düngerdosierung, die EC- und pH-Wert im Zielbereich hält, einer druckgeregelten Pumpe, die nur so viel leistet wie gerade gebraucht wird, und der Tropfbewässerung, die auf Tischaufteilung und Substrat ausgelegt wird. Entscheidend ist, dass die vier aufeinander abgestimmt sind — nicht, dass jedes einzelne gut ist.
Eine Einheit statt vieler Teile · Tank, Düngerbehälter und die komplette Technik auf einem Rahmen — Filter, Pumpe, Ventilblock und der motorisierte Kugelhahn von vorn zugänglich
Was passiert, wenn nachts der Strom ausfällt? Vier Ebenen, die unabhängig voneinander greifen.
Die Befüllung läuft selbstständig. Sie ist auf mehreren voneinander unabhängigen Ebenen abgesichert — fällt eine aus, greifen die anderen weiter. Das ist der Unterschied zwischen einer Automatik und einer Automatik, der man den Raum über Nacht anvertrauen kann.
Ultraschallsensor
Erfasst den Füllstand kontinuierlich und präzise. Der Wert lässt sich über die Steuerung aus der Ferne überwachen — man sieht den Tank, ohne davorzustehen.
Grenzfüllstandsensoren
Zusätzliche Sensoren melden definierte Zustände wie voll oder leer — unabhängig von der kontinuierlichen Messung. Ein Messfehler bleibt damit ein Messfehler und wird kein Überlauf.
Sensor in der Auffangwanne
Erkennt austretendes Wasser und stoppt bei Bedarf den Füllvorgang. Der Schaden bleibt in der Wanne, statt sich über den Hallenboden zu verteilen.
Kugelhahn und Schwimmerventil
Der motorisierte Kugelhahn schließt bei Stromausfall in rund 20 Sekunden. Ein mechanisches Schwimmerventil begrenzt zusätzlich — rein mechanisch, also auch dann, wenn keine Steuerung mehr arbeitet.
Filtration, Pumpe, Absicherung und Steuerung sitzen kompakt auf einem Rahmen und bleiben für die Wartung zugänglich. Wer schon einmal einen Filter hinter einem Tank gewechselt hat, weiß, warum das kein Detail ist.
Wie wird der Dünger dosiert? Zur Wassermenge, nicht nach Kalender.
Bewässerung endet nicht beim Wasser. Die Düngerkomponenten werden bedarfsgerecht zur aufgefüllten Wassermenge zugegeben — EC- und pH-Wert bleiben damit im gewünschten Bereich, statt nach jedem Nachfüllen neu zu wandern.
Dosatron
Die einfache und wirtschaftliche Lösung ohne Fernkontrolle, für jeden Tank einzeln. Wenig Technik, wenig, was ausfallen kann.
Düngerautomat
Mehr Automatisierung mit Anzeige und Fernwartung, als Mischanlage für mehrere Tanks. Man sieht, was dosiert wurde — und kann eingreifen, ohne vor Ort zu sein.
Ab drei Tanks
Gegenüber einzelnen Dosatrons rechnet sich die zentrale Mischanlage ab drei Tanks. Darunter ist sie technisch schöner und wirtschaftlich schlechter — das sagen wir vorher.
Warum eine druckgeregelte Pumpe? So viel Leistung wie nötig, nicht wie möglich.
Öffnet in einer Bewässerungszone ein Ventil, verändert sich der Druck im Leitungssystem. Eine drehzahlgeregelte Pumpe passt ihre Drehzahl automatisch dem aktuellen Druckbedarf an, statt immer volle Leistung gegen ein Ventil zu fahren.
Konstanter Druck
Die Pumpe regelt selbstständig nach — der Systemdruck bleibt stabil, unabhängig davon, wie viele Zonen gerade offen sind. Jeder Tropfer gibt damit ab, was er soll.
Bedarfsgerechte Leistung
Nur so viel Leistung, wie die Bewässerung im Moment tatsächlich benötigt. Das ist derselbe Gedanke, mit dem wir auch Lüftung und Entfeuchtung auslegen.
Schonender Betrieb
Weniger unnötiger Vollbetrieb, geringere mechanische Belastung der Komponenten — und damit weniger Verschleiß an der Stelle, die am schwersten zu tauschen ist.
Bis zur letzten Pflanze — geplant, nicht verlegt.
Die Bewässerung wird passend zur Anlage geplant: zur Tischaufteilung, zum eingesetzten Substrat und bis zur Wasserabgabe an der einzelnen Pflanze. Ein Substratblock nimmt anders auf als ein Topf, und ein Tisch am Ende der Leitung bekommt anders Wasser als der erste — wenn man es nicht vorher rechnet.
Tropfer und Ringtropfer
Tropfer, Stecktropfer oder Ringtropfer — passend zur jeweiligen Anwendung und zum Substrat. Die Bauform entscheidet, wie das Wasser im Wurzelraum ankommt.
Zonen und Leitungen
Bewässerungszonen, Verteiler, Ventile und Leitungsdimensionen werden individuell geplant. Zonen sind auch der Grund, warum sich später einzelne Bereiche getrennt fahren lassen.
Anbindung
Je nach Projekt lässt sich die Bewässerung mit geeigneten Steuerungs- und Automationslösungen kombinieren, beispielsweise Growlink oder OpenSprinkler.
Das System im Überblick.
Vom Hausanschluss über den automatischen Zulauf und den IBC-Tank mit Düngermischer bis zur druckgeregelten Pumpe, den Bewässerungszonen und dem Tisch. Sechs Stationen, die als eine Kette ausgelegt werden — jede Schwächste bestimmt, was hinten ankommt.
CarbonActive baut das System. Wir planen es in eure Halle.
Als Fachplaner legen wir die Bewässerung auf euren Raum aus: Wasserbedarf je Zyklus, Tankgröße, Zonen, Leitungsdimensionen und die Anbindung an die Steuerung. Wir beschaffen in Deutschland und koordinieren den Aufbau vor Ort. Die Baustelle selbst übernehmen ausführende Betriebe, deren Arbeit wir fachlich begleiten.
Die Feuchtelast, die aus dieser Bewässerung entsteht, ist dieselbe, die die Entfeuchtung später wieder aus der Luft holen muss — deshalb rechnen wir beides zusammen und nicht nacheinander. Wie das geht, steht unter Entfeuchtung richtig dimensionieren; wie die Bewässerung im fertigen Anbauraum sitzt, unter IGC.
Was uns dazu am häufigsten gefragt wird.
01Wie funktioniert eine automatische Bewässerung im Anbauraum?
Frischwasser läuft über einen automatischen Zulauf in einen IBC-Tank. Dort werden die Düngerkomponenten passend zur nachgefüllten Wassermenge zugegeben. Eine druckgeregelte Pumpe fördert die fertige Nährlösung in die Bewässerungszonen, von dort geht sie über Verteiler und Ventile bis zum Tropfer an der einzelnen Pflanze.
02Was passiert bei einem Stromausfall oder einem Leck?
Die Tankbefüllung ist auf mehreren voneinander unabhängigen Ebenen abgesichert. Fällt eine aus, greifen die anderen weiter: Der motorisierte Kugelhahn schließt bei Stromausfall in rund 20 Sekunden, ein mechanisches Schwimmerventil begrenzt zusätzlich ohne Strom, und ein Sensor in der Auffangwanne erkennt austretendes Wasser und stoppt den Füllvorgang.
03Wie wird der Dünger dosiert?
Die Düngerkomponenten werden bedarfsgerecht zur aufgefüllten Wassermenge zugegeben, damit EC- und pH-Wert im gewünschten Bereich bleiben. Dafür gibt es zwei Wege: einen Dosatron je Tank ohne Fernkontrolle oder einen Düngerautomaten als zentrale Mischanlage mit Anzeige und Fernwartung.
04Ab wann lohnt sich eine zentrale Mischanlage?
Ab drei Tanks. Darunter ist ein Dosatron je Tank die wirtschaftlichere Lösung, darüber rechnet sich die zentrale Mischanlage gegenüber mehreren Einzelgeräten — und bringt zusätzlich Anzeige und Fernwartung mit.
05Warum eine druckgeregelte Pumpe?
Öffnet in einer Zone ein Ventil, ändert sich der Druck im Leitungssystem. Eine drehzahlgeregelte Pumpe passt ihre Drehzahl automatisch an den aktuellen Bedarf an. Der Systemdruck bleibt stabil, die Pumpe läuft nicht unnötig im Vollbetrieb, und die mechanische Belastung der Komponenten sinkt.
06Lässt sich die Bewässerung mit einer Steuerung verbinden?
Ja. Je nach Projekt lässt sich die Bewässerung mit geeigneten Steuerungs- und Automationslösungen kombinieren, beispielsweise Growlink oder OpenSprinkler. Der Füllstand im Tank wird über einen Ultraschallsensor kontinuierlich erfasst und lässt sich über die Steuerung aus der Ferne überwachen.
Neue Anlage oder bestehende Bewässerung? Sagt uns eure Fläche.
Wir unterstützen bei Planung, Dimensionierung und Umsetzung — abgestimmt auf eure Anlage. Auch dann, wenn schon etwas steht und nur nicht zusammenpasst.
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